WEINKULTURERBE

Römer, Mönche und Moderne

Wein war im ganzen römischen Reich das am weitesten
verbreitetste alkoholische Getränk.

Kaiser Probus (276-282 n.Chr.) hob die 
Beschränkungen für den Weinbau in Gallien, Spanien, Britannien und den Donauprovinzen auf. Um das 3. Jahrhundert nach Christus wurde im damaligen Germanien erstmals Weinbau betrieben. Zu jener Zeit wurde der Wein mit Wasser verdünnt und in den Verhältnissen 2:5, 1:2 oder 1:4 getrunken.

BROTKULTURERBE

Ägypter, Römer, Mönche

Brot – seit tausenden Jahren Grund-
nahrungsmittel der Menschen – war in den alten Mythen und Religionen Symbol für Leben und Kultur. Denn Brot und damit Getreide hat den Ackerbau, das Ordnen und Bestellen der Felder zur Voraussetzung. Die Backtradition nördlich der Alpen ist untrennbar mit dem frühen Christentum verbunden.
Die Mönche rodeten die Wälder, machten das Land urbar und verbreiteten römisch-lateinisches Wissen über Handwerk und Ackerbau. Das Kloster Maulbronn, einst mächtiges geistiges und wirtschaftliches Zentrum war in Notzeiten oft letzter Zufluchtsort mit seinen Armenspeisungen, dem Klosterbrot.

Die griechische Göttin Demeter, die Erdmutter, verehrt in den Mysterien von Elensis, umfasst in Ihrem Kosmos die Fruchtbarkeit der Felder, den Rhythmus von Werden und Vergehen, aber auch die sozialen Gesetze von Familie und Staat. Sie ist es, die den Menschen das Brotbacken lehrt.